Ganzjährig
Die Sammlung Bauhaus
Originale der Klassischen Moderne

Bis 14. Januar 2013
Phantastiken
Die Bauhäuslerin Lou Scheper-Berkenkamp

30. Januar bis 22. April 2013
Eigentlich wollte ich ja Architektin werden…
Gertrud Arndt: Weberin und Fotografin am Bauhaus 1923-1931

8. Mai bis 11. August 2013
ON–TYPE: Texte zur Typografie

21. August bis 3. November 2013
Poesie und Industrie. Barbara Schmidt. Porzellandesign.

20. November 2013 bis 24. Februar 2014
mein reklame-fegefeuer
Herbert Bayer und die deutsche Werbegrafik 1928-1938
Informationen zum Themenjahr "Zerstörte Vielfalt"

Ausstellungsplakat mit: Lou Scheper-Berkenkamp. „Zauberer“ (Ausschnitt aus „Amme“ und „Zauberer“, Kostümentwürfe für „Ojdar“). 1928. Nachlass Scheper, Berlin. Foto: Bauhaus-Archiv, Berlin.
Ausstellungsplakat mit: Lou Scheper-Berkenkamp. „Zauberer“ (Ausschnitt aus „Amme“ und „Zauberer“, Kostümentwürfe für „Ojdar“). 1928. Nachlass Scheper, Berlin. Foto: Bauhaus-Archiv, Berlin.

Phantastiken

Die Bauhäuslerin Lou Scheper-Berkenkamp
31. Oktober 2012 bis 14. Januar 2013


Lou Scheper-Berkenkamp (1901-1976) war am Weimarer Bauhaus Schülerin bei Itten, Feininger und Klee und arbeitete in der Werkstatt für Wandmalerei. Während ihr Ehemann Hinnerk Scheper seit 1925 am Bauhaus Dessau lehrte, wirkte sie dort unter anderem an Schlemmers Bauhausbühne mit. Daneben entstanden freie künstlerische Arbeiten, phantastische Bilder imaginärer Weltreisen, sowie eine Fülle ideensprühender Miniaturen aus Text und Bild, die als bunte „Bilderbriefe“ ihre Freunde faszinierten. Wenig bekannt ist ihre Arbeit nach 1945 als Gestalterin von Kinderbüchern und im Bereich von Farbe und Architektur. So folgte die Farbgestaltung in Scharouns Berliner Philharmonie einem Konzept.

Gertrud Arndt. Maskenportrait Nr. 34. Aufnahme 1930/31. Copyright: VG Bild-Kunst, Bonn 2013. Bauhaus-Archiv Berlin
Gertrud Arndt. Maskenportrait Nr. 34. Aufnahme 1930/31. Copyright: VG Bild-Kunst, Bonn 2013. Bauhaus-Archiv Berlin

"Eigentlich wollte ich ja Architektin werden..." Gertrud Arndt: Weberin und Fotografin am Bauhaus 1923-1931

30. Januar – 22. April 2013

Ursprünglich wollte Gertrud Arndt (1903-2000) Architektin werden, doch am Bauhaus existierte noch kein regulärer Studiengang in Architektur. Der Formmeister der Weberei, Georg Muche, erkannte aber ihre besondere Begabung auf diesem Gebiet und vertraute ihr die Ausführung eines Teppichs nach eigenem Entwurf an. Gertrud Arndt entwickelte sich schnell zur Spezialistin, ihre berühmteste Arbeit wurde ein Teppich für das Direktorzimmer von Walter Gropius. Nach Abschluss ihrer Gesellenprüfung wendete sie sich ausschließlich der Fotografie zu: Ab 1929 fotografierte sie sich in einer Serie sogenannter „Maskenporträts“. Sie inszenierte sich mit wenigen Hilfsmitteln, heute sind diese Fotografien international bekannt.

ON-TYPE: Texte zur Typografie; Gestaltung: Marcel Häusler
ON-TYPE: Texte zur Typografie; Gestaltung: Marcel Häusler

ON-TYPE: Texte zur Typografie

8. Mai bis 11. August 2013

Schriftzeichen sind in unserer Kultur allgegenwärtig. Sie erschließen das Universum des geschriebenen Worts und geben Orientierung im Alltag. Die ihrem Erscheinungsbild innewohnende, eigene Aussage wird jedoch oft nur unterbewusst wahrgenommen. „ON–TYPE: Texte zur Typografie“ vermittelt die Faszination der Schriftgestaltung und zeigt Klassiker der Typografiegeschichte des 20. Jahrhunderts sowie aktuelle Beispiele. Die Ausstellung versammelt Thesen, Manifeste und Standortbestimmungen zur Typografie des 20. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum, präsentiert Schriftmuster und Typo-Insider-Magazine und geht auf zentrale Protagonisten und wichtige Diskurse der Typografiegeschichte zur Lesbarkeit, Kleinschreibung oder zu den Folgen der Digitalisierung ein.

Begleitprogramm zur Ausstellung
Begleitprogramm zur Ausstellung ON-TYPE als PDF

„ON-TYPE: Texte zur Typografie“ ist eine Ausstellung des Gutenberg-Museums und der FH Mainz/Designlabor Gutenberg im Bauhaus-Archiv Berlin.

Medien- und Veranstaltungspartner: zitty Berlin, domus Deutsche Ausgabe, H.O.M.E.
TYPO Berlin 2013 TOUCH

Barbara Schmidt, GLÜCK, 1999, © Foto: Barbara Schmidt
Barbara Schmidt, GLÜCK, 1999, © Foto: Barbara Schmidt

Poesie & Industrie.

Barbara Schmidt. Porzellandesign.
21. August bis 3. November 2013

Mit alltagstauglichem, erschwinglichem sowie ästhetischem Design beschäftigt sich Barbara Schmidt, eine der erfolgreichsten Porzellandesignerinnen Deutschlands, seit ihrem Studium in  Halle und Helsinki. „Poesie & Industrie“ – das stete Ineinandergreifen von kreativer, handwerklicher Gestaltung und serieller Produktion – beschreibt die beiden Pole, zwischen denen das Werk von Barbara Schmidt, die als freie Künstlerin, an verschiedenen Kunsthochschulen und als Chefdesignerin der KAHLA / Thüringen Porzellan GmbH tätig ist, angesiedelt ist. In der Ausstellung wird der biografische rote Faden mit den für ihr Vorgehen und bisheriges Werk charakteristischen Objekten sowie mit einem parallelen Erzählstrang, der die jeweiligen Entwurfsstrategien und -prozesse von der Idee bis zum fertigen Produkt offenlegt, verknüpft. Die künstlerische Auseinandersetzung mit ausgewählten Objekten, Werkgruppen und deren Entstehung in Film und Fotografie trägt dazu bei, die Wahrnehmung für die künstlerische Dimension des Alltäglichen zu schärfen.

Herbert Bayer, Katalog "Das Wunder des Lebens", 1935, Bauhaus-Archiv Berlin, ©VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Foto: Atelier Schneider
Herbert Bayer, Katalog "Das Wunder des Lebens", 1935, Bauhaus-Archiv Berlin, ©VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Foto: Atelier Schneider

„mein reklame-fegefeuer“

Herbert Bayer und die deutsche Werbegrafik 1928-1938
20. November 2013 bis 24. Februar 2014


Er war einer der kreativsten Gebrauchsgrafiker seiner Zeit und dieser stilistisch um Dekaden voraus. Nach seinem Weggang vom Dessauer Bauhaus 1928 führte Herbert Bayer die am Bauhaus entwickelten Prinzipien einer modernen Werbegrafik als Gestalter in Berlin konsequent weiter. Bis zu seiner Auswanderung in die USA 1938 schuf er hunderte Plakate, Buch- und Zeitschriftentitel, Werbeanzeigen und -broschüren. Zu seinen Auftraggebern zählten neben der Konsumgüterindustrie und Verlagen auch staatliche und staatsnahe Einrichtungen. Bayer hat seine innovativen Werbeideen auch in den Dienst der NS-Machthaber gestellt.
75 Jahre nach seiner Emigration beleuchtet die Ausstellung kritisch und umfassend Herbert Bayers Schaffen in der Zeitspanne 1928-1938. Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit Gastkurator Prof. Dr. Patrick Rössler von der Universität Erfurt anlässlich des Themenjahres 2013 „Zerstörte Vielfalt – Berlin im Nationalsozialismus“ realisiert.

Ganzjährig 2013

Christian Dell, Weinkanne, 1922, Neusilber, Ebenholz, Bauhaus-Archiv Berlin
Christian Dell, Weinkanne, 1922, Neusilber, Ebenholz, Bauhaus-Archiv Berlin, Foto: Fred Kraus

Die Sammlung Bauhaus

Originale der Klassischen Moderne
Ganzjährig


Die „Sammlung Bauhaus – Originale der Klassischen Moderne“ in neuem Glanz. Die Präsentation der Sammlung legt den Schwerpunkt auf Bauhaus-Objekte, Architektur-Modelle sind ebenso zu sehen wie die „Bauhausleuchte“  oder bekannte Stahlrohrmöbel, die zu den Klassikern der Moderne gehören. Darüber hinaus werden einige der wichtigsten Werke von Josef Hartwig aus dem Nachlass des  Meisters in der Weimarer Steinbildhauerei präsentiert.

Das Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung in Berlin erforscht und präsentiert Geschichte und Wirkungen des Bauhauses (1919 - 1933), der bedeutendsten Schule für Architektur, Design und Kunst im 20. Jahrhundert. Die Sammlung Bauhaus zeigt das gesamte Spektrum der Schule: Architektur, Möbel, Keramik, Metall, Fotografie, Bühne und Arbeiten aus dem Vorkurs sowie Werke der berühmten Lehrer Walter Gropius, Johannes Itten, Paul Klee, Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Josef Albers, Oskar Schlemmer, László Moholy-Nagy und Ludwig Mies van der Rohe. Noch heute sind die »Bauhausleuchte«, der »Wassily« Sessel oder die »Bauhaus-Tapete« Moderne Klassiker. Die Präsentation von Gemälden, Zeichnungen, Plastiken und Modellen der Meister und Schüler des Bauhauses in der weltweit umfangreichsten Sammlung belegen den nachhaltigen Einfluss des Bauhauses. Die Bibliothek hält für die wissenschaftliche Arbeit mehr als 32.000 Bände (Bücher, Zeitschriften, Kataloge) zur Ideen- und Wirkungsgeschichte des Bauhauses vor. Die Dokumentensammlung enthält Manuskripte, Briefe, Druckschriften, Zeichnungen, Pläne und Fotos sowie den Gropius-Nachlass.