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Unterschriften der Bauhaus-Meister
Unterschriften der Bauhaus-Meister

Dokumente

Zu den zentralen Aufgaben des Bauhaus-Archivs gehört, so hieß es bei seiner Gründung im Jahre 1960, die Sammlung "aller auf die Tätigkeit und das kulturelle Ideengut des Bauhauses bezogenen Dokumente." Seitdem konnten Einzelbestände von über 500 Lehrern und Studierenden des Bauhauses zusammengetragen werden, weitere zu Personen und Institutionen, die im Zusammenhang mit Ideen und Geschichte des Bauhauses stehen, etwa zur Bauhaus-Nachfolge in den USA oder zu verschiedenen Reformkunstschulen in Deutschland. Die Geschichte der Ulmer Hochschule für Gestaltung ist durch einen Teil des Archivbestandes der 1968 aufgelösten Schule dokumentiert.

Gesammelt werden Briefe, Manuskripte und andere schriftliche Dokumente, aber auch Druckschriften. Inzwischen verfügt das Archiv über einen Bestand von mehr als 3000 Akteneinheiten, die ihrerseits aus zahlreichen Einzelarchivalien bestehen. Hinzu kommen sämtliche Publikationen des Bauhauses sowie eine Sammlung von Firmenschriften und Verkaufskatalogen aus verschiedenen Bereichen der industriellen Gestaltung vorwiegend der zwanziger und dreißiger Jahre.

Von grundlegender Bedeutung war die Bereitschaft von Walter Gropius, dem Bauhaus-Archiv sein reiches Privatarchiv zur Geschichte des Bauhauses aus der Weimarer und Dessauer Zeit zu übereignen. Es bildet noch heute den unverzichtbaren Kern der Dokumentensammlung.

Enthalten sind Materialien über die Vorgeschichte des Bauhauses und über seine Gründung, ausführliche Dokumente zu den politischen Auseinandersetzungen um die Schule, ein Teil der Sitzungsprotokolle des Meisterrats aus den Jahren 1919-1923 sowie wertvolle Unterlagen über den Schulalltag: von Dienstverträgen bis zu Lehrplänen, Satzungen und Programmen. Zahlreiche Manuskripte geben einen Einblick in Gropius' intensive Publikations-, Vortrags- und Lehrtätigkeit während und nach seiner Zeit am Bauhaus. Eine Zeitungsausschnittsammlung aus dem Zeitraum 1917 bis 1934 bietet Informationen zur Rezeptionsgeschichte des Bauhauses und seines eigenen architektonischen Werkes. Hinzu kommt Gropius' Korrespondenz aus den Jahren 1910 bis 1969 mit über tausend Korrespondenzpartnern, darunter Marcel Breuer, Max Bill, Theo van Doesburg, Albert Einstein, Lyonel Feininger, Theodor Heuss, Le Corbusier, László Moholy-Nagy, Ludwig Mies van der Rohe, Erwin Piscator, Hans Scharoun, Kurt Schwitters, Kenzo Tange, Henry van de Velde und Frank Lloyd Wright. Enthalten ist auch ein umfangreiches Konvolut von Briefen seiner Frau Alma Mahler-Gropius.

Der Übergabe des Gropius-Nachlasses folgten zahlreiche weitere Spenden und Legate von ehemaligen Bauhäuslern oder ihren Angehörigen, doch auch Materialien anderer Personen, die dem Bauhaus nahestanden, so etwa das Archiv von Hans Maria Wingler, dem Gründungsdirektor des Bauhaus-Archivs. Vieles konnte im Laufe der Jahrzehnte durch Ankäufe hinzugewonnen werden, zuletzt der Teilnachlaß des Kunstkritikers Adolf Behne, den eine langjährige Freundschaft mit Walter Gropius verband. Nur die wichtigsten Nachlässe und Teilnachlässe seien hier aufgeführt: Walter Gropius, Georg Muche, Roman Clemens, Hans Thiemann, Philip Tolziner, Lucia Moholy, Adolf Behne, Paul Vogler, Hans M. Wingler.

 

Hinweis:
Recherchieren Sie mit Kalliope, dem Suchportal für den Nachweis von Nachlässen in deutschen Archiven und Bibliotheken
http://kalliope.staatsbibliothek-berlin.de/