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Eugen Batz, Die räumliche Wirkung von Farben und Formen
Eugen Batz, Die räumliche Wirkung von Farben und Formen, © VG Bild-Kunst Bonn, Bildnachweis: Bauhaus-Archiv Berlin

Kunst

Das Bauhaus-Archiv verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Gemälden, Zeichnungen und Plastiken der Meister und Schüler des Bauhauses, darunter Werke von Albers, Feininger, Itten, Klee, Kandinsky, Muche, Moholy-Nagy, Schlemmer und Schreyer. Bedeutende Werkkomplexe einzelner Künstler gelangten als Legat, Stiftung oder Dauerleihgabe in die Sammlung, so etwa ein wesentlicher Teil des künstlerischen Werkes von Georg Muche, der künstlerische Nachlaß von Lothar Schreyer, das malerische Werk des Bauhausschülers Hans Thiemann sowie das gebrauchsgraphische Werk von Herbert Bayer.

Die graphische Sammlung ist inzwischen auf einen Bestand von mehr als 8500 Blättern angewachsen. Sie enthält Zeichnungen, Aquarelle und andere Arbeiten auf Papier sowie Druckgraphik von Meistern wie Schülern des Bauhauses. Dazu zählt auch die weltweit einzige komplette Reihe aller in den Weimarer Jahren geschaffenen graphischen Zyklen und Mappenwerke von Feininger, Kandinsky, Marcks, Moholy-Nagy, Muche und Schlemmer einschließlich sämtlicher Folgen der Bauhausdrucke "Neue Europäische Graphik". Viele Künstler sind zudem mit Beispielen ihres Schaffens vor oder nach der Bauhauszeit vertreten, so Kandinsky mit einigen seiner frühen Farbholzschnitte, Albers und Muche mit druckgraphischen Einzelblättern und Serien aus den dreißiger bis sechziger Jahren.

Zum Bestand der graphischen Sammlung gehören ferner gebrauchsgraphische Arbeiten - Plakate und andere Drucksachen, Reklameentwürfe, Schriftentwürfe etc. - sowie eine einzigartige Fülle von Materialien aus den verschiedenen Unterrichtsbereichen am Bauhaus: aus dem Vorkurs von Itten, Muche, Moholy-Nagy und Albers ebenso wie aus den Kursen von Kandinsky, Klee, Schmidt, Schlemmer und Schreyer. Die Vorgeschichte des Bauhauses ist unter anderem mit Zeichnungen Adolf Hölzels, mit einem Konvolut von Studien seiner Schülerin Lily Hildebrandt aus Hölzels Unterricht an der Stuttgarter Kunstakademie sowie mit zahlreichen Arbeiten der Münchner Kandinsky-Schülerin Maria Strakosch-Giesler aus den Jahren 1902-12 dokumentiert, die Bauhaus-Nachfolge mit Arbeiten von Schülern des New Bauhaus und der Ulmer Hochschule für Gestaltung.