Kinder besuchen die Sammlung Bauhaus

Kinder besuchen die Sammlung Bauhaus, 2013

Kinder besuchen die Sammlung Bauhaus

bauhaus_workshop

Was war das Bauhaus, und was bedeuten die Ideen dieser Gestaltungsschule heute? Was sind die elementaren Gestaltungsprinzipien von Architektur und Design? In unseren dreistündigen bauhaus_workshops für Schulklassen lernen Kinder und Jugendliche (Vorschule bis 13. Klasse) neue Perspektiven auf ihre gestaltete Umwelt kennen und werden selbst kreativ tätig.

Abstrakte Themen wie Linien, Symmetrie und Gleichgewicht, Licht, Raum und Bewegung werden spielerisch erfahrbar gemacht und schöpferisch-interdisziplinär umgesetzt. Selbstwahrnehmung und Selbstbewusstsein werden gestärkt und gefördert.

Eine Kooperation von Jugend im Museum e.V. mit dem Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung

Termine: Montag, Mittwoch, Donnerstag zwischen 10 und 16 Uhr | 3 Stunden Kosten auf Anfrage

Anmeldung:
Jugend im Museum
Telefon: +49 (0) 30-2664222-42
E-Mail: schule@jugend-im-museum.de oder Internet

Informationen und filmische Impressionen von bauhaus_ferien und unserem Workshop-Programm finden Sie in unserem Medienbereich

Workshops zur Sammlung Bauhaus:

Das unlesbare Buch - ein sensorisches Objekt
Wozu braucht man ein Buch ohne Text und ohne Bilder? In der Ausstellung beschäftigen sich die Kinder mit den Gestaltungsgrundsätzen des Bauhauses: Am Beispiel von ausgewählten Objekten lernen sie spielerisch verschiedene Materialien und deren Oberflächen kennen. Tasttafeln und geräuscherzeugenden Exponate stehen dabei im Fokus. Für den praktische Teil geht es dann in die bauhaus_werkstatt: Die Kinder erstellen ein kleines Buch im A6-Format, in dem die verschiedenen gestalterischen Möglichkeiten von Papier, Metall- und Kunststofffolie ausprobiert werden können. Durch das Überlappen von transparenten Folien und Texturen, das Ausschneiden von Formen und das Falten und Nähen wird ein sensorisches Objekt geschaffen. Mit Hilfe von Heftstreifen wird das Buch gebunden. Dieser Workshop vermittelt einen sinnlichen Materialzugang und schult den handwerklichen Umgang mit verschiedenen Materialien. Das fertige Buch kann mitgenommen werden.
Für 1. – 13. Klasse; Konzept: Maria Ricci

Freischwinger – Geometrie eines Stuhls
Marcel Breuer ist einer der bekanntesten Bauhäusler. Er absolvierte seine Tischler-Ausbildung am Bauhaus und wurde anschließend selbst Leiter der Möbelwerkstatt. An seinen Stuhlentwürfen lässt sich sowohl die Geschichte als auch Ästhetik des Bauhauses nachvollziehen. Im Museum schauen wir uns Breuers Möbel an: den Afrikanischen Stuhl von 1921, der für die Experimente des frühen Bauhauses steht, den Lattenstuhl von 1924 als richtungsweisende Veränderung in Form und Materialität und die Freischwinger der späten 20er Jahre aus Metallrohr, die heute als Design-Ikonen vielfach kopiert werden. Die Frage, wie sich Form und Funktion verbinden und warum das so ist, lenkt unsere Suche. Anschließend finden wir selbst experimentell heraus, was den Freischwinger so einzigartig macht. Die fertigen Entwürfe können anschließend mitgenommen werden.
Für 1.-13. Klasse; Konzept: Friederike Holländer, Ulrike Kuch

Mit der Sonne fotografieren / Cyanotypien
Ausgehend von der Sammlung Bauhaus beschäftigt sich dieser Workshop mit analogen fotografischen Verfahren. Es geht um die Wirkung von Licht, um erste Formen der analogen Fotografie ohne Verwendung von Chemikalien und ohne Dunkelkammer. Wie kann man ohne Fotoapparat fotografieren? Unterschiede zwischen Analog- und Digitaltechnik werden anhand von Kameratypen, Filmen, Negativen und Fotopapier erklärt. Nach der Führung durch die Sammlung mit den Schwerpunkten Neues Sehen, Fotogramme und Projektionen wird praktisch in der bauhaus_werkstatt gearbeitet. Selbst gewählte und gefundene Gegenstände werden auf einem Solarpapierbogen arrangiert und an der Sonne belichtet. Die Entwicklung und Fixierung erfolgen mit Leitungswasser, ohne Verwendung von Chemikalien. Die Ergebnisse können mitgenommen werden.
Für 1. – 13. Klasse; Konzept: Maria Ricci

Balancier-Objekte - Seiltanz mit Materialmix
Der Künstler László Moholy-Nagy forschte am Bauhaus mit seinen Studenten zum Thema Gleichgewicht. Dabei entstanden sogenannte Gleichgewichtsobjekte. Diese werden im Museum betrachtet, studiert, skizziert und besprochen. Auf den Spuren Moholy-Nagys gestalten die Schüler aus alltäglichen Materialien Balancemännchen, die auf gespanntem Seil tanzen. Dabei werden Zusammenarbeit sowie die gemeinsame Experimentierfreude und Kreativität gefördert. Die fertigen Objekte können mitgenommen werden.
Für Kita bis 6. Klasse; Konzept: Doro Petersen

Skizzieren und Zeichnen - Per Skizzenbuch das Bauhaus-Archiv entdecken
Am Bauhaus legte man großen Wert auf die Vermittlung des Zeichnens. In diesem Workshop dreht sich alles um die kleine, ungeduldige Schwester der Zeichnung: die Skizze. Genaues Hinsehen und Hinwenden beim Skizzieren weckt Wertschätzung und Sensibilität für die Umwelt. Die SchülerInnen erforschen gemeinsam zeichnend und mit viel Neugier das Museum von innen und außen. Weitere Funktionen des Skizzierens wie etwa das Festhalten von Ideen oder Planen von Kunstwerken werden anhand von Ausstellungsobjekten wie z.B. Architekturzeichnungen und Plänen und Bildern von Lyonel Feiniger vermittelt. Alle TeilnehmerInnen erhalten ein eigenes Skizzenbuch.
Ab der 3. Klasse; Konzept: Doro Petersen

Das Runde ins Eckige – Eine Murmelbahn aus Papier bauen
Am Bauhaus waren die Grundformen Kreis, Quadrat und Dreieck wichtige Gestaltungsgrundlagen. In diesem Workshop entsteht aus Tonpapier eine eigene Murmelbahn. Wie Papier stabil wird und wo Rundes auf Eckiges, Schräges auf Gerades treffen, erfahren die Schüler beim gemeinsamen Bauen auf spielerische Weise. Das fördert die Zusammenarbeit und verknüpft Genauigkeit mit Experimentierfreude. Anregungen gibt es durch Gleichgewichtsobjekte, Architekturmodelle und Vorkursarbeiten in der Ausstellung. Und es bleibt Zeit, die eigene Murmelbahn zu testen.
Für 3. bis 6. Klasse; Konzept: Doro Petersen

Space Modulators – leuchtende Skulpturen
Das Malen mit Licht, ohne Leinwand, war László Moholy-Nagys Idealvorstellung einer modernen Kunst, die er vor allem mit dem „Lichtrequisit“ realisierte. In seiner Kunst wollte er Licht, Raum und Bewegung verbinden. Nach einem Ausstellungsrundgang zu ausgewählten Objekten geht es in die bauhaus_werkstatt: hier werden eigenen „space modulators“ – aus Draht und farbiger PVC-Folie gebaut. Sie werden mit Hilfe von Taschenlampen und Overhead-Projektor beleuchten und die Farb-Licht-Reflexe fotografisch und filmisch dokumentiert. In dieser Lichtmalerei verbinden sich die Skulptur und die Bewegung des farbigen Lichts mit dem Raum. Es entstehen vielfältige, zugleich fassbare und flüchtige Kunstwerke, die die Raum- und Kunstwahrnehmung verändern. Dieser Workshop regt zum genauen Sehen an, und schult die Fingerfertigkeit. Mithilfe analoger Verfahren werden faszinierende Farbspiele erzeugt. Die Objekte und die Dokumentation können mitgenommen werden.
Für 7.-13. Klasse; Konzept: Nils Hauer, Ulrike Kuch

Josef Albers Papierarbeiten - Strukturen aus Papier
Welche besondere Eigenschaften birgt Papier? Wie kann man ein Papierblatt in eine stabile Konstruktion verwandeln? Nach einer kurzen Führung durch die Ausstellung arbeiten die SchülerInnen praktisch mit Papier. Wie damals die Studierenden von Josef Albers werden sie dazu ermuntert, das Material Papier anders zu betrachten und seine Vielfalt und Potential nachhaltig neu zu entdecken. Im praktischen Teil werden in Anlehnung an die Vorkursarbeiten, Strukturen aus Papier möglichst ohne Verschnitt und mit wenigen Hilfsmitteln hergestellt. Der Fokus liegt auf der Entwicklung räumlicher Strukturen. Der Schwierigkeitsgrad und die Komplexität der Geometrie werden an die Klassenstufe angepasst.
Für 7.-13. Klasse; Konzept: Maria Ricci

Museumsneubauten neu denken - Architekturmodelle bauen
Das Museumsgebäude von Walter Gropius und der neue Pavillon "bauhaus re use" stehen im Zentrum dieses Workshops. Was ist original, was wurde umgebaut? Analytische Zeichnungen der Gebäudesilhouette bringen die SchülerInnen auf die Spur. Im Pavillon studieren sie alte Grundrisse und neue Baupläne. Was braucht ein Museumsbau heute? Prototypen werden entwickelt. Aus Holz und Pappe, Kunst- und Schaumstoff, Metallfolien und -stäben wachsen futuristische Museumsgebäude dreidimensional in die Höhe.
Für 7.-13. Klasse; Konzept: Yella Hoepfner