bauhaus re use. Architektur: zukunftsgeraeusche GbR. © Foto: schnepp . renou

bauhaus re use. Architektur: zukunftsgeraeusche GbR.

bauhaus re use. Architektur: zukunftsgeraeusche GbR. © Foto: schnepp . renou

Die Qualität der Stadt

Podiumsgespräch zum Thema „Performativität – Emanzipation und die Freiheit in der Stadtluft"
im temporären Pavillon bauhaus re use
c/o Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Klingelhöferstraße 14, 10785 Berlin

Ist Emanzipation, im Sinne der Selbstkonstituierung eines Menschen, die Grundlage von Stadtentwicklung und Integration? Sich unabhängig von Herkunft als Stadtmensch zu definieren oder in der Anonymität der Großstadt selbst neu zu erfinden, war stets Hauptanziehungspunkt von Stadt. Dieses Prinzip der Performativität, d.h. sich schlichtweg durch den Akt der eigenen Ermächtigung selbst definieren zu können, ist heutzutage in der Lebenswirklichkeit vieler Menschen das letztendlich eingelöste Versprechen der „Stadtluft“. Ein sozialer Akt und grundlegend für die hoch geschätzte freiheitliche Gesellschaft, egal ob einer Minderheit oder der sogenannten Mehrheit angehörig; und nichts anderes als der Kern der Gender- Thematik, die dafür deshalb so signifikant ist, weil sie – ausgehend von Frau und Mann – die gesamte Bevölkerung betrifft. Doch jedwede Bestrebung sich innerhalb einer Gesellschaft selbst zu konstituieren, steht gegenüber sozialen und institutionellen Bedingungen und Rollenbildern, die im negativen Fall als Hürde und Zwang auftreten. Die Entstehung von Stadtgesellschaft und Integration ergeben somit ein performatives System, bei dem Freiheit nicht ohne Anonymität oder Fremdheit einhergeht, allerdings auch Differenzierung nicht ohne Inklusion und Emanzipation nicht ohne Prinzipien oder Normen. Die Veranstaltung zielt darauf ab die Entwicklung der Stadt unter dem Begriff Performativität zu diskutieren und damit die Besonderheit des Zusammenspiels zwischen Stadt, Stadtmensch und Stadtgesellschaft weiter auszuleuchten.

Teilnehmer:
Einführung (18:00 Uhr)
Uwe Wirth (Universität Giessen, Literatur- und Kulturwissenschaft, Performanz)
Robert K. Huber (zukunftsgeraeusche GbR)

Diskussion und Vortrag (19:00 Uhr)
Erika Fischer-Lichte (HU Berlin, Theaterwissenschaft, Performativität)
Uwe Wirth (Universität Giessen, Literatur- und Kulturwissenschaft, Performanz)
Marianne Rodenstein (Universität Frankfurt/M., Soziologie und Sozialpolitik)
Moderation / Host: Robert K. Huber (zukunftsgeraeusche GbR)

Begrenzte Platzzahl. Um Anmeldung wird gebeten: dqds(at)bauhaus-reuse.de

Ort:
bauhaus re use
c/o Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung
Klingelhöferstraße 14, 10785 Berlin

DQDS 2017 ist eine Diskussionsreihe im bauhaus re use von zukunftsgeraeusche GbR in Kooperation mit dem Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, der Architektenkammer Berlin, dem Kompetenzzentrum Großsiedlungen sowie der TU Berlin - Institut für Soziologie, mit freundlicher Unterstützung durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).

Eintritt frei!

Mehr Informationen zur Veranstaltungsreihe Die Qualität der Stadt DQDS im temporären Pavillon bauhaus re use.