© Varnhold / Schäfernolte

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So 24.10.2021
15:00-17:30 Uhr
bauhaus_tour

Wohnkultur der Moderne in Zehlendorf

Lassen sich die exquisitesten Beispiele zur Kernfrage der Zwanziger Jahre „wie wohnen?“, teilweise sogar mit Denkmalwert, in einem nach wie vor ruhigen, wohlhabenden Wohnvorort vermuten? Schlendern wir auf den Wegen jenseits von Lärm, Dreck und Ablenkung durch innerstädtisches Großstadtleben und suchen die Beispiele reicher Zehlendorfer Bürger auf, die schon vor 1918 mit dem Neubau eines klassischen Einfamilienhauses einen neuen Typus eines individuellen Rückzugsortes prägen wollten.
Mit Architekten wie Walter Gropius oder Ludwig Mies van der Rohe probierten sie gemeinsam schrittweise neue Wohnformen aus. Vereinfachung und Sparsamkeit wurden das Leitmotiv im Baugeschehen, horizontale Gebäudekörper, fehlendes Ornament, Garagen und Einbauschränke nach und nach neue Standards. Licht, Luft und Sonne - auf individuellen Grundstücken immer eine Selbstverständlichkeit - sie blieben für den Massenwohnbau ein beharrlich einzulösendes Ziel. Das gemeinsame Engagement von Bauunternehmer, Architekt und städtischer Verwaltung ermöglichte in U-Bahnnähe ein erstes wegweisendes Siedlungsprojekt der Moderne, die Waldsiedlung Onkel-Toms-Hütte mit Hugo Häring, Bruno Taut und Otto Rudolf Salvisberg. Dieser soziale und künstlerische Ansatz war so radikal, dass es im Verständnis nationalgesinnter Ideologie umgehend einer ästhetischen Korrektur mit eigenen Siedlungsvorhaben bedurfte. Herausragendes Symbol: Steildach statt Flachdach.

Bitte beachten Sie, dass diese Tour sehr laufintensiv ist.

Treffpunkt: auf dem Vorplatz, Ausgang U Krumme Lanke

Endpunkt: U Onkel-Toms-Hütte

Weitere Informationen und Buchung über art:berlin

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21 € | 18 €