© Varnhold / Schäfernolte

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Sa 12.06.2021
15:00-17:30 Uhr
bauhaus_tour

Die Karl-Marx-Allee 1949-69

Berlin - Zwei Modelle Stadt

Der Stellenwert des Projektes der IBA im Hansaviertel erschließt sich erst vollständig im Hinblick auf die Parallelität zu dem repräsentativen Baugeschehen entlang der alten Großen Frankfurter Straße, 1949-61 Stalinallee, seitdem Karl-Marx-Allee, das in der Verantwortung des Magistrats von Groß-Berlin lag. Hier geriet der Wunsch, „Paläste für Arbeiter“ zum Schlachtruf. Hygienisches, komfortables und soziales Wohnen für Alle in höchster handwerklicher Qualität ausgeführt. Der zweite Bauabschnitt korrigierte diese dem nationalen Wiederaufbaugeist gewidmete Ästhetik zugunsten einer strikten modernen, sich international verstehenden Industriebauweise. Die beteiligten Architekturkollektive erhielten nie den gleichen Heldenstatus wie ihre westlichen Kollegen, dennoch gehören die sehenswerten Arbeiten von Richard Paulick, Josef Kaiser oder Hermann Henselmann zum Erbe deutscher Architekturgeschichte.

Lassen Sie sich in diesem einzigartigen Wettbewerb ideologischer Positionen bspw. durch die „16 Grundsätze des Städtebaus“ nach sowjetischem Einfluss durch Friedrichshain führen. In Tiergarten können Sie den antiurbanen Vorzügen der aufgelockerten, grünen, luftigen Stadt begegnen. Die Mieter kamen und blieben, die Architekten schwärmen und das Kapital ist gefolgt. Die „zwei Seiten einer Medaille“ treten jetzt ein in die zweite Antragsphase zur Aufnahme in die Welterbeliste.

Treffpunkt: vor dem Kosmos, Karl-Marx-Allee 131A, 10243 Berlin, U Frankfurter Tor

Endpunkt: vor dem Café Moskau, Karl-Marx-Allee 34, 10178 Berlin

Weitere Informationen und Buchung über art:berlin

Hinweise zu den aktuellen Hygieneregeln finden Sie hier

21 € | 18 €