Bühne 

Die Einrichtung einer Bühnenklasse als Sonderausbildungsbereich war eine der vielen Neuerungen, die die Bedeutung des Bauhauses begründeten. „Das Bühnenwerk ist als orchestrale Einheit dem Werk der Baukunst innerlich verwandt …“, erklärte Walter Gropius 1923. Im selben Jahr übernahm Oskar Schlemmer die Bauhaus-Bühne vom expressionistischen Maler und Dichter Lothar Schreyer, der sie als Reinigungs- und Erlösungsstätte des Menschen ansah. Diesen Ansatz eines kultischen Gesamtkunstwerks löste Schlemmer ab, indem er Platz für das Komödiantische und das bildnerische Experiment ließ. Entsprechend verstand Schlemmer die Bauhaus-Bühne als „Blume im Knopfloch des Bauhauses“. Die Studierenden beschäftigten sich mit der Anfertigung von Masken, Kostümen und Requisiten, mit dem Studium der mechanischen, optischen und akustischen Bedingungen der Bühnenarbeit, mit szenischer Raumgestaltung, Bewegungs- und Regieübungen. Ihre Aufführungen verschafften dem Bauhaus viel Resonanz.

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