Erich Borchert, ohne Titel (zwei Frauen und ein Mann), Fotografie einer verschollenen Wachskreidezeichnung, um 1927, Bauhaus-Archiv Berlin

Erich Borchert, ohne Titel (zwei Frauen und ein Mann), um 1927

Erich Borchert, ohne Titel (zwei Frauen und ein Mann), Fotografie einer verschollenen Wachskreidezeichnung, um 1927, Bauhaus-Archiv Berlin

Erich Borchert

Der gebürtige Erfurter Erich Borchert studierte von 1926 bis 1930 am Bauhaus und schloss das Studium mit einem Diplom aus der Werkstatt für Wandmalerei ab. In Borcherts Werk entfaltet sich eine breite Palette künstlerischen Schaffens, das von frühen Landschaftsstudien aus dem Erfurter Raum über experimentelle Zeichnungen und Auftragsarbeiten der Werkstatt für Wandmalerei hin zu Aquarellen und Zeichnungen mit Motiven aus seinem persönlichen Umfeld und antifaschistischen Karikaturen reicht.

Wie viele andere KünstlerInnen, die durch den aufkommenden Nationalsozialismus in Deutschland in der Fortführung ihrer Arbeiten gehindert wurden, brach Borchert voll Enthusiasmus in die Sowjetunion auf. Dort wurde er zunächst mit offenen Armen und zahlreichen Aufträgen empfangen, geriet in Stalins Regime jedoch zunehmend in Bedrängnis. Er wurde 1942 verhaftet und kam 1944 im Arbeitslager um.

Die Biografien und Werke der sogenannten „verlorenen Generation“ fielen oft vollständig der Vergessenheit anheim. Umso erfreulicher ist es, dass die Familie Kolchenko dem Bauhaus-Archiv über 50 Fotografien der verschollenen Werke Erich Borcherts großzügig überlassen hat.

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