Marianne Brandt, Selbstportrait in der Kugel gespiegelt

Marianne Brandt, Selbstportrait in der Kugel gespiegelt im Studierenden-Atelier im Bauhaus Dessau, 1928/29, Neuabzug vom Originalnegativ (Markus Hawlik 1995), © VG Bild-Kunst Bonn, Bauhaus-Archiv Berlin

Bauhäusler mit der Kamera

Eine Bilderschau

17.10.2009 – 21.02.2010

In den ersten Jahren des Bauhauses spielte die Photographie nur eine untergeordnete Rolle. Das änderte sich mit der Berufung von László Moholy-Nagy vollständig. Die Anregungen, die von seinen Experimenten ausging, brachten Studenten dazu, ähnliche Versuche anzustellen. Daneben wurde eine strenge Sachphotographie gepflegt, um die am Bauhaus entstandenen Objekte durch die Presse bekannt zu machen und ihren Verkauf zu erleichtern. Das Bauhaus-Archiv hat seit seiner Gründung Photographien aus dem Bauhaus gesammelt. Viele Bauhäusler haben uns auch Ihre Negative anvertraut. Aus diesem Bestand zeigen wir hier eine kleine Auswahl.

Marcel Breuer Stühle in vier Größen

Marcel Breuer Stühle in vier Größen, 1924

Vorzeigeobjekte

Muster, Möbel und Modelle

21.10.2009

Die temporäre Einrichtung "Vorzeigeobjekte - Muster, Möbel und Modelle" zeigt exemplarische Glanzlichter aus der Sammlung des Bauhaus-Archivs. Diese Auswahl wird in noch unfertigen Räumen präsentiert, da die Bauarbeiten im und um das Haus noch nicht beendet sind. Während einige unserer Stücke in der Ausstellung "Bauhaus 1919 -1933: Workshops for Modernity" im New Yorker MoMA zu sehen sind, möchten wir Ihnen mit "Vorzeigeobjekte" einen ersten Vorgeschmack auf die Neueröffnung der "Sammlung Bauhaus - Originale der Klassischen Moderne" im Dezember geben.

schön anzusehen

schön anzusehen

schön anzusehen

10.07.2009 – 04.10.2009

Leer, hell und von Licht durchflutet - das Bauhaus-Archiv Berlin/Museum für Gestaltung zeigt sich in diesem Sommer offen wie nie: Als Museum ohne Exponate werden die Ausstellungshallen erstmals wieder in ihrem ursprünglichen Zustand präsentiert. Unter dem Titel ››schön anzusehen - bauhaus-archiv‹‹ eröffnen sich vom 10.07. bis 04.10.09 in den bisher aus konservatorischen Gründen abgedunkelten Museumsräumen neue Ausblicke und Perspektiven. Durch die zum Landwehrkanal geöffnete Fensterfront und die freigelegten Oberlichter der markanten Shed-Dächer wird das Bauhaus-Archiv zu einem besonderen Objekt der gleichzeitig laufenden Ausstellung "Modell Bauhaus" im Martin-Gropius-Bau. Künstlerische Interventionen, Film, Theater, Musik und Podiumsdiskussionen rücken das letzte von Walter Gropius entworfene Gebäude selbst in den Mittelpunkt einer lebendigen Auseinandersetzung mit dem Bauhaus.

Marcel Breuer, Stahlrohrstuhl, Entwurf 1928, Foto Gunter Lepkowski

Marcel Breuer, Stahlrohrstuhl, Entwurf 1928, Foto Gunter Lepkowski

Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

Modell Bauhaus

Martin-Gropius-Bau

22.07.2009 – 04.10.2009

Anlässlich des 90. Gründungsjubiläums des Bauhauses bereiten die drei Institutionen Bauhaus-Archiv Berlin, Bauhaus-Museum der Klassik Stiftung Weimar und Stiftung Bauhaus Dessau eine große Ausstellung vor: Modell Bauhaus. Erstmals überhaupt werden nicht nur die deutschen Sammlungen zusammen ausgestellt, sondern um maßgebliche Arbeiten erweitert, die von Bauhäuslern ins nordamerikanische Exil mitgenommen und dortigen Einrichtungen wie dem Museum of Modern Art in New York und dem Busch-Reisinger-Museum der Harvard Universität übereignet wurden. Dadurch können authentische Zusammenhänge veranschaulicht werden, die seit den Bauhausjahren selbst nicht mehr zu sehen waren. In der Ausstellung werden alle Tätigkeitsfelder des Bauhauses durch exemplarische Werke von Lehrern und Studierenden repräsentiert sein. Darüber hinaus wird die Ausstellung nach dem Weiterleben und den Ursachen der Wirkung des Bauhauses bis heute fragen. Denn nicht nur zur eigenen Zeit, sondern auch heute strahlt das Bauhaus ungebrochen als die Schule für Architektur, Kunst, Fotografie, Design und Bühne weltweit aus und gilt als ein vorbildhaftes Modell. Modell Bauhaus ist eine gemeinsame Ausstellung der Klassik Stiftung Weimar, der Stiftung Bauhaus Dessau und des Bauhaus-Archivs Berlin in Zusammenarbeit mit dem Museum of Modern Art, New York.

Das Bauhaus-Archiv Berlin dankt der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin für die freundliche Unterstützung.

Veranstaltungsort

Martin-Gropius-Bau

DMY Awards & Juryselection 2009

08.08.2009

Das DMY International Design Festival Berlin (03. bis 06.07.09) lud in diesem Jahr über 550 Designer ein, um dem Thema »Same same but different« nachzugehen. Die Ausstellung im Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung zeigt bis zum 31.08.09 die DMY Jury Selection, eine Auswahl der zehn besten Objekte und Designprojekte des Festivals sowie die Gewinner der DMY Awards, die in Kooperation mit dem Bauhaus Archiv/Museum für Gestaltung vergeben wurden. Gezeigt werden unter anderem mischer 'traxler 's »Idea of a Tree«, eine Maschine, die Vasen und Hocker abhängig von der Sonnenintensität eines Tages herstellt, Walking Chairs »You may (take the public space)«, ein vielseitiges Möbelstück, das sowohl als Arbeitsplatz, Picknickstätte oder Bühne eingenommen werden kann sowie »Domestic Making - a house of possibilities«, eine konzeptuelle Gruppenausstellung der Studenten des Sandberg Institutes, die sich mit Fragen des Re-Use und der Notwendigkeit alltäglichen Designs auseinandersetzt.

In Kooperation mit dem DMY International Design Festival Berlin und der Botschaft des Königreichs der Niederlande

Andreas Feininger, Blick von Midtown Manhatten auf Lower Manhatten

Andreas Feininger, Blick von Midtown Manhatten auf Lower Manhatten, New York, 1941, ©AndreasFeiningerArchive.com

Andreas Feininger

New York in the Forties

18.02.2009

»Ein Fotograf muss an seinem Motiv wahrhaft interessiert sein.« Für Andreas Feininger, Bauhausschüler, ältester Sohn von Lyonel Feininger, war dies die wichtigste Voraussetzung für gute Fotos. Andreas Feininger (1906-1999) gehörte einer Generation an, die glaubte, man könne die Wirklichkeit mit Hilfe eines unbestechlichen Apparates objektiv darstellen. Stationen seines Lebens sind das Bauhaus in Weimar und Dessau, Hamburg, Paris, Stockholm und New York. Zum Kunsttischler ausgebildet, arbeitet er zunächst selbständig als Architekt, später bei Le Corbusier im Büro und macht sich im Lauf der Zeit einen Namen als Architekturfotograf. über 20 Jahre gehört er zu den wichtigen Fotografen beim Life Magazin und schreibt Standardwerke zur fotografischen Komposition und Technik. Andreas Feiningers Fotos sind arrangiert und durchgeplant, seine Motive sorgfältig analysiert und zergliedert. Straßenschluchten, Skylines, große Bauwerke, die Hochbahn New Yorks – hielt er in atmosphärisch dichten Bildern fest und hat damit unser Bild von New York geprägt. Zum ersten Mal werden Andreas Feiningers Aufnahmen aus den 1940er Jahren in dieser Bandbreite zu sehen sein.

Fred F. French Building

Fred F. French Building, 1926-27, Ansicht von Westen, Architekt: Sloan & Robertson and Douglas Ives, ©VG Bild-Kunst

Amerika 1928

Fotos einer Studienreise von Walter Gropius

19.11.2008

Als Walter Gropius im Frühjahr 1928 das Amt als Direktor des Bauhauses Dessau niederlegt, erfüllt er sich einen lang gehegten Traum: Zusammen mit seiner Ehefrau Ise tritt er eine Reise durch die USA an. Dort will der Architekt moderne Bautechniken, insbesondere die Stahlkonstruktionen New Yorker Wolkenkratzer studieren. Finanziell getragen wird die Reise von Adolf Sommerfeld, Bauunternehmer und langjähriger Mäzen des Bauhauses, mit dem Gropius in Berlin große Bauprojekte unter Einsatz avanciertester Technik plant. Nach sieben intensiven Wochen kehrt Gropius zurück. Im Gepäck hat er zahlreiche Fotografien: Baudokumentationen, die die Errichtung von Hochhäusern vom Ausheben des Fundaments bis zur Fertigstellung zeigen, und virtuose Architekturaufnahmen eines der bedeutendsten Fotografen Amerikas, Charles Sheeler. Aber auch eigene Aufnahmen sind dabei. Sie thematisieren Bauten in zeittypischer Schrägsicht oder halten private Eindrücke von einem Besuch bei den Hopi- und Navaho-Indianern im Staat Arizona fest. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal und findet im Rahmen des Internationalen Monats der Fotografie statt.

Informationen zum Monat der Fotografie finden Sie unter www.mdf-berlin.de

Die Ausstellung läuft vom 10.02.09 bis zum 31.05.09 in der Galerie im Kolkmannhaus, Wuppertal. http://www.fbf.uni-wuppertal.de

Peter Raake, mono-a, Besteck
mono-a, Besteck aus Edelstahl, Hessische Metallwerke Gebr. Seidel, 1959 - heute

Peter Raacke: einfach modern

Vom Handwerk zum Design

Laufzeit: 17.09.08 - 10.11.08

"Design ist die Einfachheit moderner Technologie und die Kunst der Proportion"

Peter Raacke (geb. 1928) gehört zu derjenigen Generation von Gestaltern, die nach dem II. Weltkrieg zur Etablierung des Produktdesigns und der Definition des Berufsbildes des Industrial Designers in Deutschland beigetragen haben. Er kann heute auf ein gut 55 Jahre umfassendes, vielseitiges und innovatives Werk blicken.

In designinteressierten Kreisen ist sein Name mit funktionalem Design verknüpft, nicht zuletzt weil er an der Hochschule für Gestaltung in Ulm lehrte. Mit Peter Raacke verbindet man das seit 1959 ununterbrochen produzierte mono-a Besteck aus genormtem Stahlblech, das in seiner schlanken, puristischen Form zeitlos aktuell ist. Oder der sogenannte "Ulmer Koffer" (1966), der aus zwei identischen Kunststoffschalen besteht und ursprünglich als Werkzeugkoffer für Tapezierer und Maler dienen sollte. Er avancierte zum Gegenentwurf des von Managern benutzten Aktenkoffers: in Schwarz als schickes Designerutensil und in Rot als Revoluzzerkoffer. Bei seinem Pappmöbelsystem (1967/68) in den Farben Weiß, Rot, Pink und Violett standen für Peter Raacke die Bedürfnisse junger Leute mit schmalem Budget im Vordergrund, die mit dem Ballast einer traditionellen Einrichtung brechen wollten. Doch es gibt auch den noch wenig bekannten "anderen Raacke", der aufmüpfig gegenüber den einengenden Regeln der "Guten Form" alternative Wege ging. Dazu gehören die Rattanmöbel "Arche Noah" (1972/73) oder das seit 1980 in Norwegen produzierte "Ultima" Besteck, das die sinnliche Freude am Essen thematisiert.

Die Ausstellung "Peter Raacke – einfach modern" zeigt anlässlich des 80. Geburtstags von Peter Raacke einen Querschnitt aus sämtlichen Schaffensphasen und Arbeitsbereichen. Zur Pressekonferenz wird Peter Raacke anwesend sein.

Ein Flyer zur Ausstellung steht Ihnen als Download zur Verfügung.

Max Bill, Ulmer Hocker
Max Bill / Hans Gugelot, Hocker (Ulmer Hocker), 1954, Foto: Fotostudio Bartsch, Berlin

max bill: aspekte seines werkes

Architektur, Design, Typografie

eine Ausstellung des Gewerbemuseums Winterthur / CH
28. Mai bis 25. August 2008

"konkrete gestaltung ist jene gestaltung, welche aus ihren eigenen mitteln und gesetzen entsteht, ohne diese aus äusseren naturerscheinungen ableiten oder entlehnen zu müssen. die optische gestaltung beruht somit auf farbe, form, raum, licht, bewegung. obschon jede schöpferische gestaltung durch inspiration angeregt wird, ist sie ohne klare und präzise formung nicht zu vollenden."

max bill, 1936, in: zeitprobleme in der schweizer malerei und plastik, katalog kunsthaus zürich 1936

Wie kein zweiter verkörperte Max Bill (1908-1994) die typische Vielseitigkeit der multidisziplinären Ausbildung am Bauhaus: sein schöpferisches Potential erstreckte sich auf eine international erfolgreiche Tätigkeit als Maler, Grafiker, Typograph, Bildhauer, Designer, Bühnenbildner, Ausstellungsgestalter, Architekt und Pädagoge. Nach 1945 spielte er in Deutschland eine wichtige Rolle bei der Re-Etablierung der Moderne, z.B. durch die Ausrichtung der einflußreichen Werkbund-Ausstellung »Die gute Form« (1949), als Gründungsdirektor der Hochschule für Gestaltung Ulm (1951-1957), als Gestalter von Produkten verschiedener deutscher Firmen und als Professor für Umweltgestaltung an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg (1967-1974).

Das Bauhaus-Archiv ehrt den großen Künstler und seinen über Jahrzehnte eng mit dem Haus verbundenen Freund Max Bill mit einer Ausstellung, die ihm seine Heimatstadt Winterthur dieses Jahr anläßlich seines 100. Geburtstages ausgerichtet hat. Ergänzt um zusätzliche Werke der »max, binia + jakob bill stiftung« sowie eigener Bestände des Bauhaus-Archivs liegen die Schwerpunkte auf den Bereichen Architektur, Design, Grafik, Typographie und Ausstellungsgestaltung. Eine besondere Berücksichtigung finden dabei die Bauhausjahre Max Bills.

Zur Pressekonferenz werden Dr. Jakob Bill, Sohn des Künstlers, und Claude Lichtenstein (Zürich), Kurator der Ausstellung, anwesend sein.

Katalog zur Ausstellung, 240 S., 29,60 €