Barbara Crane
Barbara Crane wird am 19. März 1928 in Chicago geboren. Nach einem Kunstgeschichtsstudium am Mills College in Oakland und der New York University entdeckt sie in den 1960er-Jahren die Fotografie für sich. Sie zeigt 1964 ihr Portfolio dem Fotografen Aaron Siskind und wird dessen Schülerin am Institute of Design (ehemals New Bauhaus) in Chicago. Bereits während ihrer Zeit als Studentin beginnt sie, selbst zu unterrichten. 1966 schließt sie ihre Ausbildung mit einem Master ab; ihre fotografische Abschlussarbeit „Human Forms“ untersucht den menschlichen Körper in einer abstrakten Bildsprache. Ab 1967 unterrichtet Crane Fotografie an der School of the Art Institute of Chicago. Nach einer etwa zehnjährigen Lehrtätigkeit wird sie dort Professorin. Parallel entstehen Werkserien, die sich sowohl dem Leben in der Stadt als auch Aspekten der Natur- und Landschaftsfotografie widmen. Als offizielle Fotografin der Denkmalkommission in Chicago dokumentiert sie bis zum Ende der 1970er-Jahre die Architektur ihrer Heimatstadt. Zahlreiche Stipendien, darunter ein Guggenheim Fellowship, ermöglichen ihr freie künstlerische Experimente, unter anderem mit Polaroid-Material. Barbara Crane arbeitet und lehrt bis in die 1990er-Jahre hinein. Am 7. August 2019 stirbt sie in Chicago.

