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Ellen Auerbach

Ellen Auerbach wird am 20. Mai 1906 als Ellen Rosenberg in Karlsruhe geboren. Von 1924 bis 1927 studiert sie Bildhauerei an der dortigen Kunstakademie. 1929 beginnt sie in Berlin eine Ausbildung bei dem Fotografen Walter Peterhans. Ein Jahr später eröffnet sie gemeinsam mit der ebenfalls bei Peterhans ausgebildeten Grete Stern das Fotostudio ringl + pit in Berlin. Nach anfänglich dürftiger Auftragslage finden ihre Arbeiten zunehmend Beachtung; 1933 wird eine ihrer Werbefotografien auf einer Ausstellung von Foto- und Filmkunst in Brüssel sogar ausgezeichnet. Noch im selben Jahr entschließt sich Auerbach aufgrund ihrer jüdischen Herkunft, Deutschland zu verlassen. Zunächst lebt sie in Palästina, betreibt dort ein Atelier für Kinderfotografie und dreht einen Film über Tel Aviv. 1936 reist sie zu Grete Stern nach London, wo die beiden erneut zusammenarbeiten. Als Stern nach Argentinien auswandert, erhält Auerbach keine Arbeitserlaubnis, um Sterns Studio fortführen. 1937 heiratet sie Walter Auerbach; das Paar emigriert in die USA. In New York arbeitet Auerbach als Fotografin für das „Time Magazine“. In dieser Zeit widmet sie sich auch Film- und Fotostudien über frühkindliches Verhalten. 1953 erhält sie eine Professur für Fotografie in Trenton, New Jersey. Auf einer Reise durch Mexiko mit dem Fotografen Eliot Porter entstehen 1956 zahlreiche Fotos von Kirchen. Ab 1979 wird ihr fotografisches Werk wiederentdeckt. Ellen Auerbach stirbt am 30. Juli 2004 in New York.