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Elsa Thiemann

Hans Thiemann, Porträt Elsa Thiemann mit Klappkamera, 1930er-Jahre
Bauhaus-Archiv Berlin © Bauhaus-Archiv Berlin

Elsa Thiemann wird am 7. Februar 1910 als Elsa Franke in Thorn-Mocker in Westpreußen geboren. Ab 1927 studiert sie Angewandte Kunst an den Vereinigten Staatsschulen für Freie und Angewandte Kunst in Berlin-Charlottenburg. 1929 wechselt sie an das Bauhaus in Dessau. Nach der Grundausbildung arbeitet sie in der Reklamewerkstatt von Joost Schmidt und ab Sommer 1930 in der Fotoabteilung von Walter Peterhans. 1931 schließt sie ihr Studium mit dem Bauhaus-Diplom ab. Fortan arbeitet Thiemann in Berlin als freie Pressefotografin und hält das Leben der Stadt fest. 1944 nimmt sie eine Stelle als Sekretärin in der Berliner Redaktion des Verlags Hoffmann und Campe an. Nach dem Krieg setzt sie ihre Tätigkeit als selbstständige Bildreporterin fort. Mit ihren Fotografien dokumentiert sie den Wandel in der deutschen Hauptstadt: von den Ruinen des zerstörten Berlins nach 1945 bis zum wieder aufblühenden Stadtleben im West-Berlin der 1950er-Jahre. Zudem entstehen zahlreiche Porträts von Künstler*innen. 1947 heiratet sie den Maler Hans Thiemann, den sie seit ihrer Zeit am Bauhaus kennt. Als das Paar 1960 nach Hamburg zieht, beendet Elsa Thiemann ihre Arbeit als Berufsfotografin und dokumentiert fortan das Werk ihres Mannes. Nach dessen Tod 1977 verwaltet sie dessen Nachlass und pflegt zugleich ihr eigenes fotografisches Archiv. Am 15. November 1981 stirbt Elsa Thiemann in Hamburg.