Else Tholstrup
Else Tholstrup wird am 27. Juni 1929 in Casablanca (Marokko) geboren und wächst in Dänemark auf. Nach ihrer Schulzeit lässt sie sich im Atelier Andresen in Ordrup als Fotografin ausbilden. Sie spezialisiert sich auf Porträt- und Architekturfotografie. 1949 lernt sie Ati Gropius, die Tochter des Bauhaus-Direktors Walter Gropius, und ihren Partner, den Architekten Charles Forberg, kennen. Inspiriert durch dieses Treffen beginnt Else Tholstrup 1951 ein Studium der Fotografie an der US-amerikanischen Nachfolgeinstitution des Bauhauses: dem Institute of Design in Chicago. Ausgebildet wird sie dort unter anderem von Aaron Siskind. Nebenher arbeitet sie als Porträtfotografin im Chicagoer Fotostudio Austen Field. Etwa zur gleichen Zeit lernt sie den Fotografen Arthur Siegel kennen und beginnt für ihn zu arbeiten. Ende 1953 kehrt Tholstrup nach Dänemark zurück. Zusammen mit Ati Gropius und Arthur Siegel reist sie 1954 zwei Monate durch Europa. Es entstehen zahlreiche Aufnahmen. In den Folgejahren konzentriert sie sich auf Architektur- und Objektfotografie, vorrangig dänischer Architekt*innen und Designer*innen. Außerdem arbeitet sie in der Filmbranche. 1957 dokumentiert sie das Leben von Kindern in Sri Lanka. Dort fotografiert sie auch das Set des Spielfilms „Die Brücke am Kwai“. Bis in die 1990er-Jahre arbeitet Tholstrup als Filmset-Fotografin für dänische Produktionen sowie als Dokumentarfotografin für archäologische Ausstellungsprojekte. Zudem beginnt sie, Fotografie zu unterrichten. Am 12. März 2024 stirbt Else Tholstrup in Kopenhagen.

