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Etel Mittag-Fodor

Etel Mittag-Fodor wird am 28. Dezember 1905 als Etel Fodor in Zagreb geboren und wächst in Pécs und Budapest auf. Ab 1925 studiert sie Fotografie und Gebrauchsgrafik an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien und arbeitet zeitweise in einem Fotostudio. 1928 entscheidet sie sich für ein Studium am Bauhaus in Dessau, wo sie den Fotografieunterricht von Walter Peterhans besucht. 1930 heiratet sie ihren Kommilitonen Ernst Mittag, mit dem sie bereits eine Beziehung führt, um sich von ihrem Elternhaus und seinen Regeln unabhängig zu machen. Nachdem Mittag-Fodor 1932 das Bauhaus verlässt, arbeitet sie als freie Fotografin unter anderem für die „Arbeiter-Illustrierte-Zeitung (AIZ)“. Zudem engagiert sie sich seit 1933 im antifaschistischen Widerstand. Als Jüdin erhält sie keine Arbeitserlaubnis mehr. 1936 flieht sie gemeinsam mit ihrem Mann über Bratislava nach Pécs, wo sie mit Kinderporträts Geld verdient. Nach der Geburt ihres ersten Sohns 1938 emigriert die Familie nach Südafrika. Hier fotografiert Mittag-Fodor zunächst Architektur, beginnt jedoch bald aus finanziellen Gründen als Übersetzerin zu arbeiten. Zugleich unterstützt sie Ernst Mittag in seinem Architekturbüro. Ab Mitte der 1960er-Jahre widmet sie sich der Weberei. Etel Mittag-Fodor stirbt am 13. August 2005 in Kapstadt-Wynberg.