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Grit Kallin-Fischer

Grit Kallin-Fischer, Selbstporträt mit Zigarette, um 1928
Bauhaus-Archiv Berlin

Grit Kallin-Fischer wird am 26. April 1897 in Frankfurt am Main als Margit Vries geboren. In einem Internat in Belgien erhält sie den ersten Kunstunterricht mit einem Fokus auf Landschaft und Stillleben. 1910 beginnt sie ein Malereistudium in Marburg und setzt dieses an der Leipziger Kunstakademie bei Lovis Corinth fort. Während des Ersten Weltkriegs erkrankt sie an Tuberkulose, deren Folgen sie ihr Leben lang begleiten. 1919 geht Kallin-Fischer nach Berlin und lernt dort den russischen Musiker Marik Kallin kennen. Das Paar heiratet 1920, lebt in London und trennt sich nach sechs Jahren. Im Herbst 1927 immatrikuliert sich Kallin-Fischer am Bauhaus in Dessau. Hier beginnt sie zu fotografieren und entwickelt Porträtstudien im Stil des Neuen Sehens. Zudem besucht sie László Moholy-Nagys Metallwerkstatt und beteiligt sich aktiv an der Bauhaus-Bühne, deren Mitglieder sie porträtiert. Ende 1928 geht sie mit dem US-amerikanischen Bauhäusler Edward Fischer nach Berlin, wo sie weiterhin fotografiert. Einige ihrer Entwürfe werden 1930 in der Monatszeitschrift „Gebrauchsgraphik“ veröffentlicht; ein Jahr später werden ihre Arbeiten in der New Yorker Ausstellung „Foreign Advertising Photography“ gezeigt. Kallin-Fischer heiratet Edward Fischer 1934 und emigriert mit ihm in die USA. Nach 1945 gibt Kallin-Fischer die Fotografie auf und widmet sich der Bildhauerei. Sie stirbt am 17. Juli 1973 in Newton, Pennsylvania.