Hilde Hubbuch
Hilde Hubbuch wird am 17. Januar 1905 als Hilde Isay in Trier in eine jüdische Familie geboren. 1925 beginnt sie ein Studium an der Badischen Landeskunstschule in Karlsruhe. Dort wird sie von Karl Hubbuch im Zeichnen unterrichtet und fängt an, zu fotografieren. 1928 heiratet sie ihren Lehrer. Ihre frühen Aufnahmen dokumentieren unter anderem das gemeinsame künstlerische Leben. 1931 schreibt sich Hubbuch als Hospitantin in die Fotoklasse des Dessauer Bauhauses ein. Ihr fotografischer Schwerpunkt liegt in dieser Zeit auf der Darstellung der modernen Frau. Nach der Schließung des Bauhauses 1932 in Dessau zieht sie zu ihrer Mutter nach Wien und arbeitet im Pressebüro von Max Fau als Fotografin. Von Karl Hubbuch lässt sie sich scheiden. Fau schickt sie 1936 nach Prag, um osteuropäische Straßenszenen zu fotografieren. Wegen des erstarkenden Nationalsozialismus flieht Hubbuch nach dem Tod ihrer Mutter noch im selben Jahr zunächst nach London, 1939 nach New York. Dort spezialisiert sie sich auf Kinderfotografie. In den folgenden Jahren arbeitet sie als Gesellschaftsfotografin. Zu ihren Kund*innen zählen unter anderem Norman Mailer und William Shawn, der Herausgeber des „New Yorker“. Hilde Hubbuch stirbt am 24. Oktober 1971 in New York.

