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Irena Blühová

Irena Blühová wird am 2. März 1904 in Považská Bystrica (Slowakei) geboren. Bereits mit 14 Jahren arbeitet sie in einer Bank, um sich den Besuch des Gymnasiums zu finanzieren. 1921 tritt sie der tschechoslowakischen Kommunistischen Partei bei und beginnt, zu fotografieren. Sie kandidiert 1929 für die kommunistische Partei. Ihr Arbeitgeber versetzt sie daraufhin zur Strafe in das Kysuca-Tal im Norden der Slowakei. Ihre Fotoreportagen über die dortige Armut werden für politische Zwecke genutzt und in linken Illustrierten wie der deutschen „Arbeiter-Illustrierten-Zeitung (AIZ)“ abgedruckt. Nachdem ein Artikel über das Bauhaus in Dessau ihr Interesse an der Schule geweckt hatte, nimmt sie 1931 ihr Studium dort auf. Sie besucht die Fotoklasse von Walter Peterhans und schließt sich der kommunistischen Studentenfraktion – der sogenannten „Kostufra“ – an. Neben Arbeiten aus dem Unterricht entstehen auch sozial engagierte Fotografien. Mit der Schließung des Bauhauses in Dessau 1932 kehrt Blühová – wahrscheinlich auf Anweisung ihrer Partei – in die Slowakei zurück. Als Kämpferin im antifaschistischen Widerstand muss sie 1942 bis zum Kriegsende untertauchen, ihre Fotografien werden zerstört. Nach 1945 engagiert sich Blühová beim Aufbau des slowakischen Verlagswesens und der kulturellen Bildung. Gleichzeitig baut sie ihr fotografisches Werk aus Reproduktionen wieder auf. Sie fotografiert bis ins hohe Alter. Irena Blühová stirbt am 30. November 1991 in Bratislava.