Ise Gropius
Ise Gropius wird am 1. März 1897 als Ilse Frank in Wiesbaden geboren. Nach einem kurzen Aufenthalt in England, wo sie die Sprache lernt, arbeitet sie ab 1918 in einer Buchhandlung in Hannover und dann bei einer Zeitung in München. 1923 lernt sie den Bauhaus-Direktor Walter Gropius kennen. Sie heiraten noch im selben Jahr. Ise Gropius ist fortan maßgeblich am Erfolg ihres Mannes und der von ihm gegründeten Kunst- und Architekturschule beteiligt. Sie übernimmt seine Korrespondenz, lektoriert und übersetzt seine Texte, steuert die Öffentlichkeitsarbeit und betreut den Freundeskreis des Bauhauses. Zudem dokumentiert sie ihr Leben an der Schule in einem Tagebuch und zwei Fotoalben. 1928 verlassen sie das Bauhaus. Das Paar zieht nach Berlin und reist noch im selben Jahr in die USA. Es entstehen zahlreiche Aufnahmen des Landes, seiner Architektur und Menschen. Bis heute ist die genaue Urheberschaft der Fotografien unklar. Sie gelten als Gemeinschaftsarbeit des Paares. Da Ise Gropius ab 1928 vermehrt eigene Texte und Reiseberichte veröffentlicht und auch eines ihrer Fotos in der Zeitung erscheint, spricht jedoch vieles dafür, dass mehrere dieser Fotografien von ihr allein stammen. 1934 zieht das Ehepaar nach London. Ise Gropius schreibt weiterhin Texte und publiziert in Zeitungen. Als Walter Gropius 1937 als Architekturprofessor nach Harvard berufen wird, emigrieren sie in die USA. Ise Gropius widmet sich fortan zunehmend dem Werk ihres Mannes und der Verbreitung des Bauhaus-Gedankens in den USA. Am 9. Juni 1983 stirbt sie in Lexington, Massachusetts.

