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Ivana Meller-Tomljenović

Naftalie Avnon, Porträt Ivana Meller-Tomljenović, 1929–1930
Bauhaus-Archiv Berlin

Ivana Meller-Tomljenović wird am 2. September 1906 als Ivana Tomljenović in Zagreb geboren. Als junge Frau macht sie sich in den 1920er-Jahren zunächst als Leichtathletin und Basketballspielerin einen Namen. Von 1924 bis 1928 studiert sie an der Kunstakademie in Zagreb und schließt mit Auszeichnung ab. 1929 beginnt sie ein Studium im Bereich Metalldesign an der Wiener Hochschule für angewandte Kunst. Beeindruckt von einem Vortrag des Bauhaus-Direktors Hannes Meyer wechselt Meller-Tomljenović noch im selben Jahr an das Dessauer Bauhaus. In der Fotoklasse von Walter Peterhans experimentiert sie mit Fotomontage und Drucktechniken. Während dieser Zeit entstehen auch Filmaufnahmen zum Leben am Bauhaus. Sie schließt sich der Kommunistischen Studentenfraktion an. Mit der Entlassung von Hannes Meyer 1930 verlässt Meller-Tomljenović zusammen mit anderen Studierenden das Bauhaus. Zunächst arbeitet sie in Berlin an der Piscator-Bühne als Bühnenbildnerin sowie als freie Grafikerin. 1931 studiert sie für kurze Zeit Literatur an der Sorbonne in Paris, bevor sie nach Prag zieht. Hier heiratet sie Alfred Meller, den Besitzer einer großen Werbeagentur. Nach dessen Tod kehrt Meller-Tomljenović 1934 nach Jugoslawien zurück. In Belgrad unterrichtet sie bis in die 1960er-Jahre Kunst, Grafik und Plakatgestaltung. In den 1980er-Jahren setzt eine späte Rezeption ihres fotografischen Werks ein. Ivana Meller-Tomljenović stirbt am 30. August 1988 in Zagreb.