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Lony Neumann

Die japanische Kirschblüte (jap. サクラ bzw. 桜 sakura) ist eines der wichtigsten Symbole der japanischen Kultur. Sie steht für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit (mono no aware).
© Henne / Ordnung, 1996


Lony Neumann wird am 15. April 1902 als Leoni Cohn in Beuthen (Schlesien) geboren. 1919 beginnt sie eine Schneiderlehre und besteht die Gesellinnenprüfung. Parallel besucht sie Kurse an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau, wo sie den Studenten Theodor Neumann kennenlernt und heiratet. Nach dem Umzug des Paares nach Leipzig kommt 1926 ihr Sohn zur Welt. 1928 nimmt Neumann das Studium am Dessauer Bauhaus auf. Sie besucht die Fotografieklasse von Walter Peterhans und die Reklamewerkstatt. Die Erziehung ihres Kindes zwingt sie dazu, Aufgaben aus dem Unterricht weitgehend an ihrem Wohnort Leipzig zu bearbeiten. Bereits zu dieser Zeit engagiert sie sich politisch. Sie fotografiert Arbeiter*innen und nimmt an linken Demonstrationen teil. 1931 trennt sie sich von ihrem Ehemann. Sie schließt sich mit ihrem neuen Lebensgefährten, dem Architekten und Bauhäusler Philipp Tolziner, einer Gruppe an, die nach Russland auswandert. Ihren Sohn lässt sie beim Vater zurück. Von 1931 bis 1938 arbeitet sie als Kunstredakteurin sowie Gestalterin in Moskau und fotografiert weiterhin – besonders Frauen und Kinder. In dieser Zeit heiratet sie den russischen Maler Alexandr Labas. Neumann entgeht der staatlichen Verfolgung deutscher Migrant*innen unter Stalin wohl, indem sie sich aus der kulturellen Öffentlichkeit zurückzieht – sie erteilt nun Fremdsprachenunterricht. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitet sie als Übersetzerin. Lony Neumann stirbt am 27. Februar 1996 in Moskau.