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Lucia Moholy

Lucia Moholy, Selbstporträt, 1930
Bauhaus-Archiv Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn

Lucia Moholy wird am 18. Januar 1894 als Lucia Schulz in Prag geboren. Nach einem Studium der Kunstgeschichte und Philosophie arbeitet sie ab 1915 in Deutschland als Redakteurin und Lektorin in verschiedenen Verlagen. 1921 heiratet sie den Künstler László Moholy-Nagy. Das Ehepaar experimentiert mit Fotogrammen und schreibt fototheoretische Texte. 1923 wird Moholy-Nagy als Lehrer an das Staatliche Bauhaus in Weimar berufen. Lucia Moholy lässt sich dort im Atelier Eckner zur Fotografin ausbilden und besucht zudem foto- und drucktechnische Kurse an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Zwischen 1923 und 1928 fotografiert Moholy das Bauhaus – Gebäude, Werkstätten, Produkte, Lehrende und Studierende. Ihre Bilder prägen bis heute das Bild der Schule. 1928 verlässt das Ehepaar das Bauhaus und zieht nach Berlin. Sie trennen sich ein Jahr später. Ab 1930 leitet Moholy die Fotografieklasse der Berliner Itten-Schule. Zugleich beginnt sie, Material für eine Geschichte der Fotografie zusammenzutragen. 1933 wird ihr Lebensgefährte, der kommunistische Politiker Theodor Neubauer, von den Nationalsozialisten verhaftet und Moholy muss aus Berlin fliehen. Über Prag, Wien und Paris gelangt sie nach London und etabliert sich dort als Porträtfotografin. 1939 erscheint ihr Buch „A Hundred Years of Photography“, das zu einem Bestseller wird. Ab 1941 dokumentiert sie britisches Archivmaterial auf Mikrofilm, später arbeitet sie für die UNESCO. 1959 zieht Lucia Moholy nach Zürich und ist als Autorin und Kunstkritikerin tätig. Dort stirbt sie am 17. Mai 1989.