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Margarete Dambeck-Keller

Margarete Dambeck-Keller, Selbstporträt im Spiegel mit Spiegel, 1927–1930
Bauhaus-Archiv Berlin

Margarete Dambeck-Keller wird am 5. Juni 1908 als Margarete Dambeck in Göppingen geboren. Sie besucht eine Frauenarbeitsschule, in der sie sich mit Mode und Zeichnung beschäftigt. Ermutigt durch Georg Hartmann, einem Bauhaus-Studenten aus ihrer Heimatstadt, entscheidet sie sich 1927 für ein Studium der Weberei am Bauhaus Dessau. Neben der Textilgestaltung experimentiert sie mit Fotografie, Blaupausen und Fotogrammen. In ihren Licht- und Materialstudien aus dem Unterricht von Walter Peterhans sind oft Objekte aus der Weberei zu sehen. 1930 schließt sie ihr Studium mit Diplom ab. Mit dem Abschluss endet auch ihre experimentelle Auseinandersetzung mit der Fotografie. Nach Tätigkeiten in einem Prager Modehaus und bei dem Textilunternehmen Cohn & Söhne in Reichenbach arbeitet Dambeck-Keller als Entwerferin. Eine angebotene Stelle als Leiterin der Textilklasse an einer Kunst- und Modeschule tritt sie 1942 nicht an, da sie heiratet und kurz darauf Mutter wird. Bereits 1943 verstirbt ihr Ehemann Walter Keller an den Folgen eines Unfalls. Mit ihrem Sohn zieht Margarete Dambeck-Keller zurück nach Göppingen. Dort eröffnet sie ein Atelier für künstlerische Webmuster und freie Entwürfe. Margarete Dambeck-Keller stirbt am 29. April 1952 in Göppingen.